Liebe Leserin, lieber Leser,

hier finden Sie häufig gestellte Fragen rund um die Themen: TINNITUS, PARTNERSCHAFT und persönliche HERAUSFORDERUNGEN.
Auch Ihre Frage oder Ihr Beitrag ist willkommen. Schreiben Sie mir via Facebook oder senden Sie eine E-Mail an frage@annette-nowak.de  Die Antworten finden Sie dann hier auf meiner Praxis-Website.

 

 
Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Um die Adventszeit etwas achtsamer zu gestalten, finden Sie jetzt täglich ein Adventstürchen des GFK-Adventskalenders auf meinem >Praxisblog.
 
Adventskalender

 

 

 

 

 

 

Wie stark belastet Sie ihr Tinnitus?
Die Schwere und Belastung durch Tinnitus erlebt jeder Betroffene anders. Anhand des Tinnitus-Kurztest, der auf dem anerkannten Tinnitus-Fragebogen von Prof. Goebel und Hiller basiert, können Sie die Intensität Ihrer Belastung  selbst ermitteln. Der Selbsttest zeigt Ihnen eine Momentaufnahme ihres subjektiven, tinnitusspezifischen Belastungsgrad. Im Testergebnis werden vier Schweregrade unterschieden: leicht-, mittel-, schwer- und schwerstgradige Tinnitusbelastung. Zudem werden hilfreiche Maßnahmen näher erläutert. Eine fachkompetente Tinnitusberatung  kann sofort helfen, Ihr Leiden zu lindern und typische Fehler im Umgang mit den Ohrgeräuschen zu vermeiden.

>Tinnitus-Kurz-Test (DTL)

>Praxis spezialisiert auf Tinnitus

Helfen Gingkopräperate bei Tinnitus?
Die Heilpflanze Ginkgo wird aus den Blättern des Ginkgobaums gewonnen und in Apotheken unter den Namen "Tebonin" und "Gingko Biloba" in Form von Tabletten, Tropfen, Lösungen und Kapseln angeboten. Laut Herstellern sollen Ginkgopräperate  in Bezug auf Ohrgeräusche insbesondere eine verbesserte Durchblutung des Innenohrs bewirken. Studien haben jedoch gezeigt, dass die Wirkstoffe von Ginkgo keine direkte Wirkung im Innenohr entfalten und für die Behandlung von Tinnitus nutzlos sind. Ganz unabhängig davon wurde in medizinischen Studien mittlerweile nachgewiesen, dass die Durchblutung des Innenohres prinzipiell nur eine verschwindend geringe Rolle bei Tinnitus spielt.
Kann Egoismus gesund sein?
"Du bist sowas von egoistisch!“ Egoismus ist ein heikles Thema und tatsächlich gibt es in unserer Gesellschaft viele  Menschen, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und dafür in Kauf nehmen, andere auszunutzen. Ebenso oft treffen wir auf den Typ Mensch, der seine eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte permanent hintenanstellt, sich aufopfert -  mitunter sogar ungefragt. Bei genauer Betrachtung kann auch dieses Verhalten, so ertaunlich das klingen mag,  egoistische Züge tragen. Wie also sieht gesunder Egoismus aus? Stehen die eigenen Bedürfnisse nicht im Einklang mit dem, was andere von uns wollen, ist eine Portion gesundes Selbstbewusstsein und Mut zur achtsamen Abgrenzung gefragt. Gestalten Sie Ihr Leben in Übereinstimmung mit Ihren Gefühlen und Bedürfnissen, denn Sie sind mindestens genauso wichtig, wie andere Menschen!
 

"Tinnitrack" ein neues Wundermittel gegen Tinnitus ?
Derzeit wird eine Smarthphone-App mit dem Namen „Tinnitrack“  in den Medien hochgejubelt und von den meisten Krankenkassen sogar bezahlt.
„Tinnitracks“ werden bei chronischem, tonalem Tinnitus (mit stabiler Tinnitus-Frequenz 200 Hz -20 Hz) eingesetzen. Tonal ist beispielsweise ein pfeifendes, nicht-tonal ein brummendes Ohrgeräusch. Die Anwendung des Tinnitracks erfolgt über ein volles Jahr. Sie hören täglich 90 Minuten lang ein Musikstück Ihrer Wahl, aus dem ihre persönliche Tinnitusfrequenz herausgefiltert wurde. Hierfür bestimmt der HNO-Arzt im Vorfeld möglichst exakt Ihre individuelle Tinnitus-Frequenz. Beim diesem Tinnitus-Matching  werden Ihnen Töne zum Vergleich mit ihren Ohrgeräusch/en vorgespielt.  Bereits hier kann es kompliziert werden, denn oft fällt es nicht leicht, die eigenen Töne im Ohr zu beurteilen. Nach dem Prinzip der Neuroplastizität soll die speziell aufbereitete Musik des "Tinnitracks" die überaktiven Nervenzellen im Hörzentrum des Gehirns beruhigen und damit eine nachhaltige Linderung des Tinnitus bewirken. Der Erfolg ist noch fraglich. Nutzer von „Tinnitracks“ berichten, sie fühlten sich vom täglichen Hören der Musik bald genervt. Fachleuten zu Folge wird der Erfolg des "Tinnitracks"  lediglich mit dem Placeboeffekt ( keine Heilung ohne Glaube ...) gleichgesetzt. Mich erinnert der  "Tinnitrack" und seine Verheißung  an den  "Tinnitus-Masker" und  "Tinnitus-Noiser"  -  also alter Wein in neuen Schläuchen?

Gedanke oder Gefühl?

„Ich habe das Gefühl, du hörst mir nicht zu“.  "Ich habe das Gefühl, keiner mag mich." Vielen Menschen fällt es schwer, zwischen Denken (Interpretation) und Gefühl zu unterscheiden. Mit der Frage: "Wie fühle ich mich, wenn ich denke, dass mich keiner mag", lassen sich die eigenen Gefühle leichter orten. Vermutlich sind Sie dann traurig..., ärgerlich..., vielleicht auch einsam. Oder Sie ersetzte: „ Ich habe das Gefühl"… , durch: „ Ich bin...“  Falls Ihre Aussage jetzt noch Sinn ergibt, handelt es sich tatsächlich um ein Gefühl. „Ich bin, du hörst mir nicht zu“, ergibt keinen sinnvollen Satz.

(Quelle: Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg).

Warum fällt es so schwer, mit dem Partner über Sex zu sprechen?
Antwort: Das Hauptproblem beim Sprechen über Sexualität liegt zumeist nicht darin, die richtigen Worte zu finden, sondern in der Angst davor, wie der Partner reagieren könnte. Viele Paare sprechen ihre sexuellen Empfindungen, Fantasien oder Wünsche nicht aus, weil sie befürchten, der Partner könnte sich empören oder Angst bekommen.

Tipp: Beide Partner schreiben je fünf sexuelle Wünsche auf farbige Zettel und legen sie in ein nettes Kästchen. Zur einer vereinbarter Zeit werden zwei Zettelchen gezogen und vorgelesen. Jeder ließt den Wunsch des Anderen.  

Wie wirksam ist Tinnitus-Retraining?
Antwort: Das Tinnitus-Retraining ist derzeit die wirksamste Methode zur Heilung von chronischem Tinnitus. Studien im anglo-amerikanischen Sprachraum und Deutschland weisen bei etwa 80% der Patienten eine deutliche Verbesserung nach. Das wissenschaftlich anerkannte Verfahren bewirkt keine Heilung im klassischen Sinn: Ziel ist es, die natürliche Filterfunktion des Wahrnehmungszentrums im Gehirn wieder zu aktivieren, so dass der Tinnitus nur noch gelegentlich und gelassen als belangloser Sinneseindruck wahrgenommen oder gar völlig überhört werden kann.  Detaillierte Informationen finden Sie auf meiner Website unter >Tinnitus-Retraining-Programm.
Schlafen unsere Ohren nie?
Antwort: Der Hörsinn des Menschen ist gewissermaßen immer auf Empfang, selbst wenn wir schlafen. Warum? Archaisch war es für den Menschen überlebensnotwenig auch im Schlaf hören zu können. Aber auch für uns Menschen der Moderne hat der Hörsinn noch in vielen Situationen eine Alarm- und Warnfunktion. Mütter/Väter wachen beispielsweise bereits beim leisesten Geräusch ihres Babys auf. Zugleich besitzt unser Hörorgan die Fähigkeit, Geräusche aus unserem Bewusstsein auszublenden. Selbst recht laute Frequenzen. Vorausgesetzt, sie werden vom Bewertungszentrum im Gehirn als unwichtig eingestuft. Beim "überhören lernen" des Tinnitus lässt sich genau diese natürliche Filterfähigkeit auch wieder reaktivieren.
 
Warum Meditation bei Tinnitus?
Antwort: Die vor allem in Indien und Asien seit Jahrtausenden geübte Meditation hat mittlerweile auch im Westen ihren festen Platz eingenommen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil vieler anderer Techniken wie z.B. des Yoga. Eine einfache Atem-Meditation oder Mantra-Mediation führt zur inneren Ruhe und ist prinzipiell mit keiner bestimmten Glaubensrichtung verbunden. In unserem >Tinnitus-Intensiv-Seminar leiten wir zur Entspannung eine geführte Meditation an, damit Sie bewusst innerlich ausruhen und von der inneren Fixierung auf die Ohrgeräusche loskommen.